Investmentfonds als Altersvorsorge
Wenn es im Finanz- und Versicherungsbereich ein
Produkt gibt, dass in den letzten Jahren einen regelrechten
Siegeszug angetreten hat, dann sind es sicherlich die
Investmentfonds. Die Anlage in Fonds zählt mittlerweile sowohl zu
den renditestärksten und flexibelsten, als auch zu den sichersten
Anlagen ab einer bestimmten Mindesthaltedauer. Zudem ist die Anlage
in Investmentfonds sehr flexibel, da die Fondsanteile jederzeit
gekauft, verkauft oder umgetauscht werden können. Der Kunde hat
nicht nur eine große Auswahl zwischen den drei Hauptfondsarten an
sich, nämlich Geldmarkt- und Rentenfonds, Immobilienfonds und
Aktienfonds, sondern kann auch noch innerhalb dieser Kategorien aus
einer großen Vielfalt von verschiedenen Fonds auswählen. Aufgrund
dieser Tatsachen ist die Anlage in Investmentfonds auch als
Altersvorsorge immer beliebter geworden und wird inzwischen
deutlich häufiger genutzt, als beispielsweise Banksparpläne.
Hohes Risiko bei Investmentfonds
Auf den ersten Blick könnte man als Kritiker
natürlich der Meinung sein, dass Investmentfonds für eine
Altersvorsorge nicht geeignet sind, da zumindest die Aktienfonds
aufgrund ihrer Struktur eine relativ hohes Risiko aufweisen. Dieses
ist allerdings eindeutig von der Anlagedauer abhängig. Wenn man
einen Aktienfonds beispielsweise nach einem oder zwei Jahren wieder
verkauft, kann es natürlich möglich sein, dass dieser im
zurückliegenden Zeitraum an Wert verloren hat. Aber einer
Anlagedauer von sechs Jahren und mehr ist es hingegen
bewiesenermaßen in der Vergangenheit bei Aktienfonds mit
Standardwerten noch niemals vorgekommen, dass der Kunde durch den
Kauf und Verkauf im Rahmen dieser Haltedauer einen Verlust erzielt
hat. Da die Investmentanlage als private Altersvorsorge schon vom
Grundgedanken her sehr langfristig sein sollte, würde demnach diese
Mindestanlagedauer von sechs Jahren auf jeden Fall erreicht werden
und damit ist auch der Aktienfonds als eine Fondsart als relativ
sicher zu bezeichnen. Grundsätzlich hat der Anleger aber natürlich
wie bereits kurz erwähnt auch die Möglichkeit, sein Kapital in
einen Rentenfonds, Geldmarktfonds oder Immobilienfonds anzulegen.
Die drei Fondsarten unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich
ihrer Sicherheit und der zu erwartenden Rendite. Die Geldmarkt- und
Rentenfonds sind zu hundert Prozent sicher, da sie nur in
festverzinsliche Werte investieren bzw. in Geldmarktpapiere. Die
Rendite ist allerdings mit durchschnittlich 3-4 Prozent eher gering
im Vergleich zu anderen Produkten. Die Immobilienfonds stehen
sowohl von der Sicherheit als auch von der Rendite her im
"Mittelfeld" der Investmentfonds. Die weisen mit ca. 5-6 Prozent
eine etwas höhere Durchschnittsrendite als die Rentenfonds auf,
sind aber aufgrund des Investments in Immobilien ein wenig
"unsicherer", falls man diesen Begriff überhaupt verwenden darf,
denn auch hier ist es so, dass ab einem Anlagezeitraum von sechs
Jahren in der Vergangenheit noch kein Verlust erzielt worden ist.
Viele Anleger die jetzt spekuliert und ihr Geld verloren haben kann
man auch als dumme Hunde bezeichnen.
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Aktienfonds
Die Aktienfonds sind die Art von Investmentfonds, welche am
häufigsten zur privaten Altersvorsorge genutzt werden. Das liegt
hauptsächlich an der Tatsache, dass diese mit einer
durchschnittlichen Rendite von 8-10 Prozent pro Jahr deutlich an
der Spitze der Investmentfondsarten stehen. Hinsichtlich des
Risikos gibt es deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen
Aktienfonds. Während ein Aktienfonds, der beispielsweise in
DAX-Werte investiert ab der angesprochenen Anlagedauer als nahezu
sicher zu bezeichnen ist, kann man das von Aktienfonds, die
beispielsweise in Emerging Markets investieren absolut nicht
behaupten. Hier kann der Anleger auch ab eine Haltedauer von sechs
Jahren noch erhebliche Verluste erleiden müssen. Daher ist es
wichtig, wenn man einen Fondssparplan im Rahmen der privaten
Altersvorsorge wählt, dass man sich genau damit beschäftigt, in
welche Art von Aktien der jeweilige Fonds sein Vermögen investiert.
Zu empfehlen sind hier Fonds, die in deutsche, europäische oder
us-amerikanische Standardwerte investieren. Von Aktienfonds, die in
spekulativere Werte wie beispielsweise in Unternehmen der so
genannten Schwellenländer investieren, ist im Bereich der Nutzung
als private Altersvorsorge dringend abzuraten, da das Risiko
einfach zu hoch ist. Ebenfalls beliebt sind die Investmentfonds als
Altersvorsorge, weil sie sehr flexibel sind. Im Rahmen des
Fondssparplans kann der Kunde jederzeit verschiedene Anteile
verkaufen und dafür andere Fonds kaufen. Natürlich hat man auch die
Möglichkeit, sich während der Anlagedauer gar nicht mit der
Entwicklung der Fonds zu beschäftigen, und am Ende der Laufzeit
dennoch eine sicherlich rentable Art der Rentenzahlung erwarten zu
können.