Bei der Anlage in festverzinsliche Wertpapiere
handelt es sich nicht gerade um ein klassisches Produkt, dass
normalerweise im Rahmen der privaten Altersvorsorge genutzt wird.
Das liegt zum Teil daran, dass viele Kunden sich im
festverzinslichen Bereich bis auf Spareinlagen, Festgelder oder
Termingelder nicht so gut auskennen und daher vor einer Investition
in diese Produkte zurück schrecken. Je nachdem, welche Art von
festverzinslichen Wertpapieren man auswählt, kann die Anlageform
aufgrund ihrer Sicherheit und möglichen Rendite dennoch sehr gut
als private Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung genutzt
werden. Bei festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um
bestimmte Produkte, die sich eben dadurch auszeichnen, dass sie
einen fest zugesagten Zinssatz enthalten. So unterscheidet man
diese Wertpapiere, welche oftmals auch als Renten, Rentenpapiere
und Anleihen bezeichnet werden, zum Beispiel nach der Art des
Emittenten oder nach der Börsenfähigkeit der Papiere.
Festverzinsliche Wertpapiere werden zum Beispiel von Banken,
Unternehmen oder auch Kommunen, Ländern und Staaten emittiert.
Zumeist verfolgt der Emittent damit die Intention, durch die
Ausgabe der Renten um Kapital vom Kunden zu erhalten, um
beispielsweise notwendige Investitionen tätigen zu können. Im
übrigen können Wertpapiere als Vorsorge für Ihr Kind bzw.
Baby gekauft
werden, damit Ihr Kind später ein gutes und vor allem finanziell
abgesichertes leben führen kann.
Neben dem Kursrisiko und dem Bonitätsrisiko, hat der Anleger bei
den festverzinslichen Wertpapieren noch ein weiteres Risiko zu
beachten. Dieses betrifft allerdings nur bestimmte Arten von
Rentenpapieren, die so genannten Währungsanleihen. Diese werden
nicht in Euro, sondern in einer anderen Währung emittiert. Das
Risiko des Anlegers besteht nun daran, dass der Wechselkurs dieser
Währung im Anlagezeitraum im Vergleich zum Euro fällt und der
investierte Anlagebetrag bei Fälligkeit durch die Umrechnung in
Euro unter Umständen gesunken ist. Als Praxisbeispiel mag hier der
US-Dollar dienen, der im Kursverhältnis zum Euro seit dem letzten
Jahr deutlich gesunken ist. Wer also beispielsweise vor einem Jahr
ein auf US-Dollar lautendes festverzinsliches Wertpapier für eine
Anlagesumme von 100.000 US-Dollar gekauft hat, musste dafür ca.
74.600 Euro bezahlen. Nach aktuellem Stand würde er allerdings
umgerechnet nur noch 64.500 Euro zurück erhalten, da der Kurs des
US-Dollars seit einem Jahr um etwa 20 Cent gegenüber dem Euro
gesunken ist. Der Kunde hätte also einen Verlust von rund 10.000
Euro erlitten, was natürlich schon sehr hoch ist. Aus diesem Grunde
sollte man um Verluste zu vermeiden bei den festverzinslichen
Wertpapieren, die zur Altersvorsorge dienen sollen darauf achten,
dass diese in Euro und nicht in einer Fremdwährung emittiert worden
sind.